Hiv kennenlernen




Warum sich Menschen freiwillig mit HIV anstecken

Hilfreich ist es, wenn du dich selber schon ein bisschen an die neue Situation gewöhnt und dich informiert hast.

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Ängste deiner Angehörigen vor Krankheit und Tod lassen sich zum Beispiel besser zerstreuen, wenn du berichten kannst, dass HIV heute eine gut behandelbare chronische Krankheit ist. Mit den Eltern über HIV zu sprechen, ist wirklich nicht so einfach: Aus Angst um ihr Kind reagieren sie oft besonders emotional. Wenn es ohnehin Spannungen zwischen dir und ihnen gibt — zum Beispiel weil du schwul bist oder Drogen konsumierst — macht das die Sache nicht einfacher. Nur du selber kannst abschätzen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Vielleicht hast du einen guten Freund oder eine gute Freundin, die du zuerst einweihen möchtest, damit du dich bei diesem Schritt nicht alleine fühlst. Vielleicht kann auch dein Partner oder deine Partnerin dich unterstützen. Vielleicht haben auch deine Eltern das Bedürfnis nach Unterstützung durch Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden oder befunden haben wie sie jetzt.

Dein Partner oder deine Partnerin wird wahrscheinlich als einer der ersten von deiner Infektion erfahren. Eine so gravierende Veränderung lässt sich nicht lange verschweigen, und das wäre sicherlich auch eine Belastung für die Beziehung.

Aids: Warum sich Menschen freiwillig mit HIV anstecken

Du musst damit rechnen, dass dein Partner Angst bekommt, sich auch infiziert zu haben. Zugleich ist er oder sie vermutlich der Mensch, der dir am besten zur Seite stehen kann. Es kann sehr hilfreich sein, wenn du dir vor dem Gespräch mit deinem Partner überlegst, welche Fragen aufkommen können. So kannst du dir entsprechende Informationen besorgen.

Aids: Warum sich Menschen freiwillig mit HIV anstecken - WELT

Ihr könnt dann gemeinsam einschätzen, ob es Infektionsrisiken gegeben hat und überlegen, wie ihr in eurer Beziehung mit der HIV -Infektion umgehen könnt, zum Beispiel beim Sex. Wenn du dir unsicher bist, wie du die Sache angehen sollst, kannst du dich vorher beraten lassen, zum Beispiel in einer Aidshilfe , telefonisch oder online. Du solltest dir allerdings sicher sein, dass der oder diejenige verantwortungsbewusst mit dieser sehr persönlichen Information umgeht. Wenn du befürchtest, dass die Information von deiner Infektion im Bekanntenkreis die Runde macht, ist der jeweilige Freund zu diesem Zeitpunkt vielleicht doch nicht der Richtige für ein offenes Wort.

Auch hier gilt: Allerdings ist es nicht leicht einzuschätzen, wie deine Kollegen reagieren werden. Manche Positive berichten von sehr aufgeschlossenen Kollegen. Andere erzählen aber auch von blöden Sprüchen und Anfeindungen. Auch Kündigungen kommen gelegentlich vor. Ich höre oft von Frauen, dass sie es nicht aushalten könnten, ihren Partner zu infizieren. Dass sie unter der Therapie nicht mehr infektiös sind, können sie nur schwer annehmen, weil sie auch sonst keine Leichtigkeit im Umgang mit HIV erfahren.

Es wird einfach nicht gesehen, dass sich auch Menschen mit einer ganz gewöhnlichen sexuellen Biografie infizieren können. Für die meisten Frauen geht das, wenn überhaupt, nur im engsten Kreis.

Vielen ist es nur alle drei Monate bei ihrem Termin hier in der Ambulanz möglich, offen zu sprechen. Und dann kommen immer wieder Ängste hoch, auch unter der Therapie sei nicht alles sicher. Da fühlen sich manche Frauen dann auch von ihren Partnern, die eine andere Einschätzung haben oder sich vielleicht gar keine Gedanken über Risiken machen, unter Druck gesetzt, wenn diese unbedingt auf das Kondom verzichten wollen. Damit müssen die Frauen dann auch allein die Verantwortung für die Verhütung übernehmen.

HIV - How it Affects Dating and When To Tell Your Partner

Spielt die Angst eine Rolle, der Partner könnte einen anzeigen? Oder gibt es bei den Frauen selbst das Bedürfnis, mit dem Mittel des Strafrechts die eigene Infektion zu bearbeiten? Das spielt im Klinikalltag kaum eine Rolle. Das sind Einzelfälle. Ich habe einmal eine Frau begleitet, die in ein Strafverfahren hineingezogen wurde, das dann bekannt wurde.

Die Grundstimmung bei meinen Patientinnen war Mitgefühl für die Angeklagte. Und es gab Verständnis dafür, dass sie ihre Infektion nicht offengelegt hatte. Ich bin der Meinung, dass das Strafrecht nur im Fall sexueller Gewalt und absichtlicher Ansteckung angewendet werden sollte. Alles andere sollte auf der Beziehungsebene gelöst werden. Da wird von Rücksichtslosigkeit ausgegangen, was sich in der Beratung immer wieder als Hilflosigkeit herausstellt.

Ich habe mir früher nicht vorstellen können, wie oft sie in Beziehungen Gewalt erfahren. Das Frauenhaus ist häufiger mal die Adresse meiner Patientinnen. Unglaublich auch, welchen Druck Männer ausüben, um ohne Kondom verkehren zu können. Das geht bis hin zu sexueller Nötigung. Und das kann bei einer Trennung auf einmal Thema werden. Da kann es zum Beispiel um das Sorgerecht für die Kinder gehen.


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Ich erlebe immer wieder verängstigte Frauen, die in einer solchen Krisensituation auch keinen Rückhalt im Freundeskreis finden können, weil die Infektion als Familiengeheimnis behandelt wird und sie Zurückweisung statt Unterstützung fürchten, wenn sie über HIV sprechen würden.

Inzwischen gibt es ähnliche Berichte aus schwulen Beziehungen. Ihre Ängste haben ja einen realen Grund. Und die Gewalt ist nicht immer nur körperlich. Eine meiner Patientinnen musste mit ihren Kindern aus ihrem Dorf wegziehen, weil ihr Expartner derart Stimmung gegen sie gemacht hatte, dass es — auch der Kinder wegen — nicht mehr auszuhalten war. Hinzu kamen, wie in vielen anderen Fällen, finanzielle Probleme, die für die Frau kaum zu bewerkstelligen waren.

Im Zusammenhang mit einem öffentlich diskutierten Fall haben viele meiner Patientinnen ihre sexuelle Vergangenheit Revue passieren lassen und überlegt, ob sie vielleicht von ihr eingeholt werden könnten. Einige meinten, manchmal wäre es besser, wenn man keinen HIV-Test gemacht hätte, denn dann wäre man vor der Justiz sicher.

Dieser Rückschluss wäre natürlich fatal. Um HIV als gesundheitliches Problem sinnvoll angehen zu können, ist ein frühes Wissen um die Infektion und eine rechtzeitige Behandlung notwendig. Durch Nichtwissen wird der Zeitpunkt viel zu oft verpasst. Es gibt ein grobes Missverhältnis zwischen Berichterstattung und tatsächlicher Strafverfolgung. Aber auch die wenigen Verfahren erschweren deutlich erkennbar einen gelasseneren gesellschaftlichen Umgang mit HIV.

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